Tipps für die Wohnungsübergabe

Vorzeitige Kündigung nur bedingt vorteilhaft.

Ausserterminliche Kündigung sind unvorteilhaft und mit vielen Unsicherheiten behaftet. Die Interessen des Mieters sind nicht dieselben des Vermieters. Die Verwaltung als administrative Instanz hat ausser Spesen nichts davon. Deshalb ist bei einer vorzeitigen Kündigung des Mietvertrages einiges zu befolgen.

Aus den eben genannten Gründen ist es oftmals nicht sinnvoll, eine Wohnung ausserterminlich zu kündigen, sondern diese untervermieten und sie dann termingerecht abzugeben. Die Verwaltung hat nämlich überhaupt kein Interesse an der Sache. Für sie bedeutet dies unnötige Arbeit, die ihr niemand zahlt. Sie lassen sich also Zeit - Zeit, die dem bestehenden Mieter eine Menge Geld kosten kann.

Die rechtliche Lage bezüglich der Dauer, die die Verwaltung beanspruchen kann, um die Unterlagen und den Leumund des Nachmieters prüfen kann, ist nirgends festgeschrieben. So kann es gut passieren, dass eine Verwaltung 20 und mehr Tage Zeit lässt, bis sie eine Entscheidung fällt. Der Interessent wird selten in dieser Zeit informiert. Im Gegenteil, der Interessent selbst muss sich aktiv darum bemühen.

Es empfiehlt sich folgende Schritte vom Mieterverband zu befolgen:

"

1. Den vorzeitigen Auszug mit Einschreibebrief der Vermieterschaft so früh als möglich mitteilen.

Verwenden Sie dazu den Musterbrief "Kündigung und Ankündigung des vorzeitigen Auzugs"

Bei Ehepaaren müssen beide Partner - bei mehreren Mietvertragsunterzeichnern alle - die Kündigung unterschreiben.

Postquittung und Kopie der Kündigung aufbewahren!

2. Sofort ErsatzmieterInnen suchen durch Inserate, Anschlagbretter,Internet, Lokalradio und durch Mundpropaganda.

Je mehr InteressentInnen, desto besser!

3. Den InteressentInnen die Wohnung oder das Geschäftslokal zeigen und über die bisherigen Vertragsbedingungen informieren.

4. Die InteressentInnen bestätigen - und unterschreiben lassen - dass diese die Lokalität gesehen haben und dass sie bereit sind, das Mietobjekt zu denselben Bedingungen zu übernehmen.

Verwenden Sie dazu das "Formular für MietinteressentInnen"

Mit der Unterschrift bestätigt der/die Nachfolgemieter/in lediglich, dass sie an der Übernahme der Wohnung interesse hätten. Ein/e Mietinteressentin kann also jederzeit von dieser Erklärung zurücktreten.

5. Das (oder die) Formular(e) jeweils sofort dem Vermieter eingeschrieben zustellen.

Verwenden Sie dazu den Musterbrief "Melden von NachfolgemieterInnen"

Kopien der Formulare, der Postquittungen und der Briefe aufbewahren.

6. Nach einigen Tagen mit den InteressentInnen Kontakt aufnehmen und die Antwort des Vermieters erfragen.

7. Von MietinteressentInnen, die vom Vermieter aus unhaltbaren Gründen nicht akzeptiert wurden, eine entsprechende schriftliche Bestätigung einholen.

Ebenso bestätigen lassen, wenn der Vertragsabschluss sonstwie am Verhalten des Vermieters scheiterte

8. Nach ca. 10 Tagen: Beim Vermieter eine schriftliche Bestätigung einholen, ob er Sie aus Ihrem bisherigen Mietverträg entlässt.

Verwenden Sie dazu den Musterbrief "Entlassung aus dem Mietvertrag"

9. Je nach Antwort (z.B. wenn die Ablehungsgründe des Vermieters nachvollziehbar sind) weiter suchen.

10. Wenn's Probleme gibt: Wenden Sie sich an die Rechtsberatungsstelle des MieterInnenverbandes in Ihrem Wohnortskanton oder an die Hotline des MieterInnenverbandes Tel.             0900 900800       (CHF 3.70/Min für Anrufe ab dem Festnetz).

11. Bereiten Sie Ihren Umzug so früh als möglich vor.

Dabei kann Ihnen die Checkliste 'Umzug vorbereiten' helfen. "

 

Mehr Informationen findet man auf http://www.mieterverband.ch/smv_mubrief_vorz_aus.0.html

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Causa